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Andacht

„Das Le­ben ist schön“ schallt es durch die Rücker­sdor­fer Kir­che. 20 Jugend­liche und ein paar Er­wachs­ene ge­nie­ßen das schö­ne Le­ben. Am ersten Juli-Wo­chen­ende wa­ren alle Konfis aus dem Kirch­ge­mein­de­bund he­raus­ge­for­dert: Wie viele Kir­chen schafft ihr an dem Wochen­ende mit dem Fahr­rad zu er­rei­chen? In je­der Kir­che wurde zum Be­weis ein Foto gemacht. Um das Ergebnis vor­weg­zu­neh­men: Am Ende haben wir alle 16 bzw. 17 Kir­chen ge­schafft.

Pau­lus be­schreibt die Ge­mein­de als einen Kör­per mit un­ter­schied­lichen Tei­len: Kopf, Hand, Beine, … Vie­le die­ser un­ter­schied­lichen
Ga­ben ha­ben wir an dem Wochen­ende kennen­ge­lernt:
Am An­fang brauch­ten wir den Kopf, die Pla­nung: Wie viele Kir­chen ha­ben wir ei­gent­lich? Und ist es re­a­lis­tisch, die mit einer Fahr­rad­tour zu ver­bin­den? Wer kommt mit? Wo über­nach­ten wir?

Dann brauch­te es Men­schen mit Herz am rich­tigen Fleck – und von dieser Gabe der Gast­freund­schaft ha­ben wir vie­le im Kirch­ge­mein­de­bund: an vie­len Kir­chen gab es Ehren­amt­liche, die uns be­grüßt ha­ben. In Büh­lau gings los und über Lau­ter­bach und Rückers­dorf nach Ober­otten­dorf und Neus­tadt. So viel Getränke, Obst und Snacks, wie uns un­ter­wegs an­ge­bo­ten wur­den, kon­nten wir gar nicht essen. Schließ­lich muss­ten wir auch über den nächs­ten Berg kommen.

Apropos Berge. Auch die ver­än­dern sich im Kirch­ge­mein­de­bund ziemlich. Von den Lau­sitz­er Hü­geln in die Aus­läu­fer des Elb­sand­stein­ge­birges. Über die klein­ste Kir­che in Rugis­walde ging’s nach Sebnitz.

Da braucht es kräftige Beine. Die Jugendlichen hatten beim Zelten in der Gnauckmühle zwischen Saupsdorf und Hinterhermsdorf sogar noch Kraft zum Fußballspielen und Tanzen.

Am Sonntag ging es nach Frühstück und Gottesdienst in Lichtenhain in einem großen Bogen über Ulbersdorf und Ehrenberg nach Hohnstein. Gestärkt nach dem Mittag fuhren wir die Serpentinen bergab ins Polenztal und allmählich nach Helmsdorf und Stolpen-Altstadt. Die Beine spürten mittlerweile alle. Aber die Motivation reichte sogar, um den Turm der Stolpener Stadtkirche zu erklimmen. Zum Ziel in Langenwolmsdorf gab es Eis und Segen.

Am Ende standen 100,3 Kilometer auf dem entscheidenden Tacho.

Und was bleibt in Erinnerung? Die vier Kanzelaltäre, die Kirche mit den bemalten
Emporen, die kleinste Kirche und zahlreiche andere Besonderheiten. Vor allem aber, dass wir gemeinsam unterwegs eine echt schöne Zeit hatten. Und der ein oder andere fuhr mit dem Ohrwurm „Das Leben ist schön“ nach Hause. Wie ich gehört habe, wird es wohl auch in der ein oder anderen Konfi-Stunde gesungen und vielleicht hören es alle mal im Gottesdienst. Genug Kirchen haben wir. Und viele Menschen mit wunderbaren Gaben gehören auch dazu. Wir laden Sie herzlich ein, die ein oder andere Kirche mal kennenzulernen. Wie viele unserer Kirchen kennen Sie? Viele unserer Konfis können sagen: Wir kennen alle 17.

Lothar Gulbins