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Herzlich willkommen

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wie geht es Ihnen? Diese Frage interessiert mich in besonderer Weise. Denn die letzten Wochen haben viele Menschen sehr unterschiedlich erlebt.

Spätestens in den ersten Märzwochen wurde deutlich, dass die Corona-Pandemie zu enormen Veränderungen führen wird. Am 15. März mussten wir die ersten Gottesdienste absagen. Bis nach Ostern wird es keine Gottesdienste und andere Veranstaltungen in der Kirchgemeinde geben. Auch die Konfirmation  am Palmsonntag und die Taufen am Ostersonntag sind verschoben worden. Und wenn der Posaunenchor nicht proben kann, können wir Ende April auch keinen Bläsergottesdienst feiern.

Das Kirchenblatt war fast fertig, aber es war klar, dass vieles nicht so stattfinden kann, wie wir es geplant haben. Auch jetzt steht nicht fest, was in einem Monat sein wird.

Darum haben wir uns entschiedenen, diese Ausgabe anzupassen. Anstelle der geplanten Gottesdienste  im April finden Sie Gedanken für diese Zeit und einen Ablauf, um selbst einen kleinen Ostergottesdienst zu gestalten.

Auch wenn wir uns nicht treffen können, halten wir Kontakt. Es ist die Zeit, in der wir wieder zum Telefonhörer greifen, um einander zu fragen, „Wie  geht’s?“ Und es ist die Zeit, in der uns das Glockenläuten daran erinnert, innezuhalten und Dank, aber auch Angst auszusprechen.

„Wie geht es Ihnen?“ So unterschiedlich die Antwort sein mag, so verbindend ist die Herausforderung, der wir gemeinsam gegenüberstehen. Für alle hat sich der Alltag verändert.

Ich wünsche Ihnen und uns allen einen offenen Blick für unseren Nächsten, ein Vertrauen, das größer ist als alle Ängste, und Hoffnung, dass wir gemeinsam bekennen: „Der Herr ist auferstanden!“

Ihr Pfarrer Lothar Gulbins
(Worte zum Geleit aus dem Kirchenblatt Mai/Juni 2020)

Liebe Leserinnen und Leser,

auf dringende Bitte unserer Landes­kirche fallen seit 15. März alle Gottes­dienste aus. Den voll­stän­di­gen Text der Landes­kirche stellen wir für Sie zum Nachlesen bereit. Auf der Inter­net­seite der Landes­kirche ist außer­dem ein Bereich mit Anre­gun­gen zum kirchlichen Leben in Zeiten der Corona­virus-Pandemie ein­ge­rich­tet worden, der fort­laufend aktu­a­li­siert wird.

An dieser Stelle weisen wir auf alternative Gottesdienstangebote hin und verlinken sie:

Zünden Sie doch zu Hause eine Kerze an, beten Sie ein Vater­unser und lesen Sie einen Bibel­text. Im Menü­punkt Kalender → Gottes­dienste finden Sie für die kommen­den Sonn- und Feier­tage die jewei­li­gen Texte, Lieder und einige Gedan­ken zum Hören und Nach­lesen.

Sie erreichen Pfarrer Gulbins unter 035971 8093313 oder lothar.gulbins@evlks.de

Brief an alle Gemeindeglieder

(aktualisiert am 21.03.2020 um 12.30 Uhr)

Lie­be Ge­mein­de­glie­der, lie­be Be­such­er,

die ak­tu­elle Si­tu­a­tion mit dem Co­ro­na-Vi­rus ist ei­ne He­raus­for­de­rung für alle. Täg­lich gibt es neue In­for­ma­tio­nen. Die Be­rich­te schwan­ken von Pa­nik ma­chen bis zu „ist nur eine Grippe“. Es gibt aber auch viele aus­ge­wo­ge­ne Be­rich­te.

Un­ser neu­er Lan­des­bi­schof To­bi­as Bilz schreibt zur ak­tu­ellen Si­tu­a­tion:

Ne­ben der prak­ti­sch­en Fra­ge, wie man sich an­ge­mes­sen ver­hält, be­schäf­ti­gen uns auch tie­fer­lie­gen­de Sor­gen: Was trägt in ei­ner schwe­ren Kr­ise wir­klich? Wo­rauf kön­nen wir uns ver­las­sen, wenn es da­rauf an­kommt? In wes­sen Hand ist unser Le­ben?
Für uns Chris­ten gilt: gu­te und schlim­me Ta­ge, Hoff­nung­en und Sor­gen, un­ver­hoff­tes Glück und plötz­li­che Not ge­hör­en in unsere Be­zie­hung zu Gott. Wir wen­den uns be­son­ders dann an ihn, wenn wir nicht mehr wei­ter wis­sen. Jetzt er­le­ben wir ei­nen sol­chen Mo­ment. Des­halb kla­gen wir Gott un­se­re Not und er­bit­ten wir von ihm Zu­ver­sicht und Stä­rke!

 

Die­se geist­li­che Ein­schä­tzung der Si­tu­a­tion fin­de ich sehr wi­ch­tig. Un­ser Le­ben liegt in Got­tes Hand. Mit die­ser Ge­wiss­heit ver­su­chen wir, gu­te Ent­schei­dung­en zu tref­fen. Für uns als Kir­che gilt, dass wir Ver­ant­wor­tung für die Men­schen tra­gen, die uns an­ver­traut sind und dass wir auf­ge­ru­fen sind zur Für­bitte, be­son­ders für die Kran­ken und alle, die in Kran­ken­häu­sern und Pfle­ge­ein­rich­tungen Dienst tun.
 

In Abwägung der Situation aufgrund des Corona-Virus und der aktuell geltenden behörd­lichen Auf­la­gen haben wir für die Ev.-Luth. Kirch­gemeinde Sebnitz-Hohnstein folgende Rege­lun­gen getroffen:

  •   Auf dringende Empfeh­lung des Landes­kirchen­amtes sagen wir alle Ver­an­stal­tun­gen, Gruppen und Kreise bis zum 19. April ab. Dies gilt auch für die Gottes­dienste und ins­be­son­dere für alle Kinder­gruppen, Junge Gemeinde, kirchen­musi­kali­schen Gruppen, Frauen­dienste, Senioren­kreise usw.
  •   Bestat­tungen und Trauer­feiern finden – sofern keine behörd­lichen Auf­lagen ent­gegen­stehen – weiter­hin in klei­nem Rahmen und unter freiem Himmel statt.
  •   Pfarramt und Friedhofs­verwaltung bleiben all­ge­mein geschlossen. Tele­fo­nisch und per E-Mail sind wir selbst­ver­ständ­lich erreichbar.

Uns ist diese Ent­schei­dung nicht leicht­gefallen. Der Schutz der Risiko­gruppen, ins­be­son­dere der Kranken und Senio­ren, haben für uns Vorrang. Wir bitten daher um Unter­stützung und Verständnis.
 

Wir wis­sen nicht, wie lan­ge die­se Si­tu­a­tion an­dau­ert. Fest steht, dass sie für er­heb­li­che Ein­schrän­kung­en und Ver­än­de­run­gen sorgt – nicht nur im Ge­mein­de­le­ben. In all dem wün­sche ich viel Kraft, wei­se Ent­schei­dung­en und Got­tes Se­gen,

denn Gott hat uns nicht ge­ge­ben ei­nen Geist der Furcht, son­dern der Kraft, der Lie­be und der Be­son­nen­heit.

(2 Tim 1, 7)       

Ihr Pfarrer Lothar Gulbins (Stand: 19. März 2020)

 

Wenn Sie Fra­gen oder Sor­gen ha­ben, mel­den Sie sich gern bei Pfarrer Gulbins: lothar.gulbins@evlks.de oder (03 59 71 80 933 13). Da­durch, dass vie­le Ver­an­stal­tung­en aus­fal­len, ist er gut te­le­fon­isch zu er­rei­chen und hat Zeit für Ge­sprä­che!

 

Zum Um­gang mit Co­ron­a hat auch die Lan­des­kir­che ei­ne In­ter­net­sei­te ein­ge­rich­tet.