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Andacht

Photo by Jametlene Reskp/Christian Dubovan on Unsplash

Über Geld spricht man nicht.
Die Bibel macht das aber schon.

Jesus weiß, wie wichtig es ist, Geld anzulegen (Matthäus 25). Er erzählt vom ungerechten Verwalter (Lukas 16). Und er sagt, dass eine kleine Spende manchmal ein größeres Opfer ist als ein großer Betrag (Markus 12).
Im Alten Testament wird oft vom Zehnten gesprochen – zehn Prozent von allem soll Gott gehören.
Im Neuen Testament klingt das viel radikaler: Alles gehört Gott.
Es werden aber auch die Sorgen genannt. Die Sorgen der Armen. Die Sorgen, dass es am Ende nicht reicht.

Wenn wir Erntedank feiern, dann sehen wir das in der Kirche: Wir haben viele Dinge. Nicht nur Lebensmittel und Geld, sondern auch andere Schätze und Reichtümer. In Deutschland gehören wir zu den Menschen mit den meisten Privilegien weltweit.
Auch als Kirchgemeinde denken wir über Geld nach. Wir finanzieren Mitarbeitende, Gebäude, Material und viele andere Dinge durch Kirchensteuer und Kirchgeld und durch viele Spenden.

Der Monatsspruch für Oktober aus dem apokryphen Buch Tobit fordert uns dazu auf, etwas abzugeben – egal, ob wir viel oder wenig besitzen.

Wie es dir möglich ist: Aus dem Vollen schöpfend – gib davon Almosen!
Wenn dir wenig möglich ist, fürchte dich nicht, aus dem Wenigen Almosen zu geben.

(Tobit 4,8)


Das Wort „Almosen“ bedeutet aber nicht nur Geld, sondern auch Wohltat – also den anderen etwas Gutes tun, für ande-re da sein. Also das, was Menschen im Pflegeheim oder in der mobilen Pflege tagein tagaus tun. Das, was die Aufgabe von Feuerwehr und Rettungskräften ist. Das, was Menschen in der Diakonie und Caritas, aber auch an ganz vielen anderen Orten unserer Gesellschaft tun.
Viele Menschen spenden in unserer Gemeinde. Aber sie geben nicht nur Geld, sondern auch viel Zeit und Energie. Das ist ein großer Schatz und ein großer Reichtum in unserer Gemeinde.

Im Namen des Kirchenvorstands und der anderen Mitarbeitenden sage ich Danke! Danke allen, die sich für unsere Gemeinde einsetzen, die sie durch Kirchgeld, Spenden, Zeit und andere Dinge unterstützen. Ohne Sie würde in der Gemeinde etwas fehlen.

Ihr Pfarrer Lothar Gulbins