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Samstag, 3. November 2018 · 17.00 Uhr
  • Sebnitz, Ev.-Luth. Stadtkirche »Peter und Paul«
  • Konzertreihe MUSIK IN PETER-PAUL · 11. Konzert 2018 · Partner­schafts­konzert Weißenburg-Sebnitz

»Die letzten Dinge«

Romantisches Oratorium in zwei Teilen nach Worten der Heiligen Schrift für Soli, Chor und Orchester von Louis Spohr (1784 – 1859) WoO 61 (1825/26)

Christus als Weltenrichter, Darstellung aus dem Baptisterium San Giovanni in Florenz, 13./14. Jahrhundert (Bild: Wikimedia Commons)


Marie Hänsel (Dresden) · Sopran,
Maria Tosenko (Dresden) · Alt,
Hauke Möller (Dresden) · Tenor,
Jörg Hempel (Dresden) · Bass

Peter-Pauls-Kantorei Sebnitz,
Kantorei St. Andreas Weißen­burg i.Bay. 

   Leitung: KMD Michael Haag

Elbland Philharmonie Sachsen

Gesamtleitung: Kantor Albrecht Päßler

 


 

Eintritt: 12,50 € · 10,- € · 8,- €
(ermäßigt: 8,50 € · 6,- € · 4,- €)

Vorverkauf (ab 10. September):
Pfarramt Sebnitz (Tel.: 035971 809330),
Tourist­information Sebnitz (Tel.: 035971 70960)

Restkarten an der Abendkasse

 


Konzert mit Solisten, Kantorei und Elbland Philharmonie Sachsen in der Sebnitzer StadtkircheKonzert mit Solisten, Kantorei und Elbland Philharmonie Sachsen in der Sebnitzer Stadtkirche

 

Seit Ende der 80er Jahre ver­bin­det Weißen­burg i.Bay. und Sebnitz eine Partner­schaft auf viel­fäl­tigen Ebe­nen. Auch im Bereich der evan­geli­schen Kirchen­musik fand diese Partner­schaft immer wieder ihren Ausdruck mit gemein­samen Projekten und gegen­seitigen Besuchen der Kanto­reien und der beiden Kirchen­musiker KMD Michael Haag und Kantor Albrecht Päßler.

Bereits am 3. Oktober wird das Oratorium »Die letzten Dinge« von Louis Spohr in der St. Andreas­kirche in Weißen­burg i.Bay. aufgeführt.

Louis Spohr

Porträt des Komponisten Louis Spohr 1824 in Kassel, gemalt von Johann August Nahl (1752 – 1825), Öl auf Leinwand (Bild: Wikimedia Commons)Porträt des Komponisten Louis Spohr 1824 in Kassel, gemalt von Johann August Nahl (1752 – 1825), Öl auf Leinwand
(Bild: Wikimedia Commons)

 

Louis Spohr war nicht nur Kom­po­nist, Dirigent, Gesangs­päda­goge und Orga­ni­sator von Musik­festen sondern zählte neben dem Italiener Niccolò Paga­nini zu den größten Geigen-Virtu­osen seiner Zeit. Spohr galt nach dem Tod von Carl Maria von Weber (1826) und Ludwig van Beet­ho­ven (1827) als der bedeu­tendste lebende deutsche Kompo­nist. Er war damals viel be­kann­ter als beispiels­weise Robert Schu­mann. Er hat mehr als 200 Werke hinter­lassen und die musi­kali­sche Litera­tur auf jedem ihrer Gebiete durch Meister­werke von großem Wert berei­chert. Als Hof­kapell­meister in Kassel (seit 1822) machte er sich sehr um das Musik­leben der Stadt verdient, wobei er das Niveau des dortigen Orches­ters auf eine nie zuvor er­reich­te Höhe brachte und außer­dem einen Gesang­verein für Ora­torien­musik grün­dete.

Oratorium »Die letzten Dinge« (WoO 61)

Mit »Die letzten Dinge«, dem zweiten von seinen vier Ora­torien aus dem Jahr 1825/26 – ur­auf­ge­führt am Kar­freitag 1826, steht Spohr in einer Linie zwischen Händel, Haydn und Men­dels­sohn. In gelun­ge­ner Verbin­dung von drama­tischen und lyri­schen Momenten ent­faltet er sowohl die bedroh­lichen als auch die versöhn­lichen Seiten der Apo­ka­lypse. Geschickt verla­gert das Libretto, welches Fried­rich Roch­litz (Redak­teur und Schrift­leiter der »Allge­meinen musi­ka­li­schen Zei­tung«) aus­schließ­lich aus bib­li­schen Texten zu­sammen­gestellt hatte, dabei die dra­ma­tische Zu­spit­zung in den Anfang des zweiten Teils.

Titelblatt des Oratoriums »Die letzten Dinge« von Louis Spohr, Klavierauszug von Ferdinand Spohr aus dem Besitz von Anton Friedrich Justus Thibaut (1827 im Selbstverlag erschienen; Bild: Wikimedia Commons)Titelblatt des Oratoriums »Die letzten Dinge« von Louis Spohr, Klavierauszug von Ferdinand Spohr aus dem Besitz von Anton Friedrich Justus Thibaut (1827 im Selbstverlag erschienen)
(Bild: Wikimedia Commons)

Im Mittel­punkt des gesamten Werkes steht das biblische Buch der Offen­barung des Johannes, ergänzt durch einige wenige Texte aus dem Alten Testa­ment. Spohrs Kom­po­sitions­stil er­scheint als reiz­volle Mischung von klassi­zis­tischer und früh­roman­ti­scher Musik­sprache. Mozart und Cherubini klingen als Vor­bilder an, aber auch Weber ist nicht fern, wenn es un­heim­lich wird. Selbst in freund­lich wirkende Passa­gen tönt oft ein dumpfes Grollen der Pauken hinein. Der Chor spielt eine wichtige Rolle. Im wohl durch­dachten Wechsel­spiel mit Orches­ter und Solisten ent­steht eine eben­so plas­tische wie fein­sinnige Bibel­erzählung.

 

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